Die ökokathedrale
von LE ROY
Zusammenfassung
durch Le Roy.
| Zusammenfassug von das
ökokathedrale project, durch Louis Le Roy: (Klik hier voor een nederlandse samenvatting) (Click here for an English summary) |
| Die ökokathedrale Kern unserer zukunftigen urbanen Geselischaft. Die urbane Umgebung ist heutzutage eine vorgefertigte Umwelt, in der der Mensch nicht Teilnehmer, sondern Zuschauer ist. Der Mensch lebt losgelöst von Raum und Zeit. Wie kann sich innerhalb des begrenzten Ökosystems 5tadt ein natürliches System entwickeln, eine komplexe Umgebung, in der Zeit ist für Raum und Raum für Zeit? Das ist die Kernfrage dieses Essays.
Eine solche Entwicklung würde bedeuten, dass fundamentale den heutigen
Strukturen von Politik, Geld und Regeln diametral entgegengesetzte Veranderungen
stattfanden. Laut Le Roy könnten natürliche Strukturen durch Zuhilfenahme
freier Energie und durch Kooperation zwischen Menschen, Pflanzen und Tieren
entstehen. Diese Strukturen könnte man Ökokathedralen nennen. Le
Roys Vision basiert auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, wie zum Beispiel
der Chaostheorie, die besagt, dass komplexe Systeme durch Selbstorganisation
entstehen, wenn man dem Faktor Zeit reichlich Spielraum lasst. Je komplexer
ein System ist, desto mehr Freiheit kann entstehen, und je mehr Freiheit
gewahrt wird, desto größer kann das hochstmogliche Mass an Ordnung
werden. Für Le Roy ist Komplexität der Gegenpol zu Diversität.
So, wie ein Verkaufer auf dem Markt seine Waren zur Schau stellt, ist der
gegenwartige städtische Raum die Summe räumlicher Diversitaten.
Vor dreißig Jahren begann Le Roy mit seinem Experiment einer ökokathedrale
in der niederlandischen Stadt Mildam, einem Experiment mit zeitlich offenem
Ende. Ausgangspunkt war die dreiteilige Frage des Nobelpreistragers Ilya
Prigogine: "Was kann die Natur tun, was konnen lebende Menschen tun,
und wozu ist ein lebend er Organismus fähig?" Le Roy fragte sich,
was ein einzelner Mensch tun kann und setzte die Frage in die Tat um. Willkürlich
bepflanzte er ein vier Hektar großes Gebiet. Nach Abschluss eines entsprechenden
Vertrages rnit der Gemeinde, wurden in dem Gebiet jahrelang Restprodukte
aus dern Straßenbau deponiert. Nur rnit seinen Händen und ohne
weitere Hilfe von außen erweckte Le Roy dieses Material zu neuem Leben
in Form diverser Bauwerke, Mauern und Wege. Auch erfand er Türme, die
so konstruiert sind, dass sie als Reinigungsanlagen für Regenwasser
fungieren. Diese Ökokathedrale zeigt die Potenz rnenschlicher Energie,
die in der Natur eingesetzt wird. Die gebündelte Kraft aller Menschen
konnte eine Megaquelle sauberer Energie darstellen. So könnte eine neue
geselIschaftliche Umgebung enstehen, in der jeder auf kreative Art und Weise
an der Entwicklung eines Lebensraums ohne Grundriss und ohne Eingrenzung
von Privatbesitz teilhaben könnte. Die Umsetzung von Le Roys Ideen würde
die Umwälzung der Einrichtung des städtischen Raums bedeuten.
Er plädiert vorläufig noch für eine Doppelstadt,
für ein alternatives System neben dem bereits existierenden. In einer
solchen Stadt rnüsste die freie Energie von Menschen nicht als rnarktverfälschend
angesehen werden. Le Roys Ideen stießen während der letzten Jahrzehnte
in anderen europäischen Ländern auf großes Interesse, vor
allem in Deutschland und der Schweiz. Bisher wurden jedoch alle mit großer
Begeisterung angefangenen Experimente vorzeitig abgebrochen. Laut Le Roy
werden politische Systeme kreativen Kräften niemals freien Lauf lassen.
Dafür sind radikale Entscheidungen von Seiten der Politik, der Wirtschaft
und der Konsumenten nötig, die verstrickt sind in die heutigen Regeln
der Konsurngeselischaft. |
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